Windstaffel PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 12. Oktober 2011 um 16:07 Uhr

Die Windstaffel


Im Windschatten lässt sich bis zu 20 Prozent Kraft sparen. Deshalb ist es auch beim Training viel lustiger in der Gruppe zu fahren, weil einem dann nicht während der ganzen Trainingszeit der Wind ins Gesicht bläst. Die angenehmste Form von Wind ist bestimmt der Rückenwind. Wie wild kann man vom Wind "geschoben" drauflosfahren. Dafür braucht man nicht einmal eine Gruppe, das geht auch alleine. Beim Gegenwind lässt sich viel Zeit und Kraft sparen, wenn man in der Gruppe fährt. Dort fährt man in einer Einser-Reihe und der erste schwenkt nach geleisteter Arbeit nach links und lässt sich zurückfallen.
Doch wie ist das beim Seitenwind? Kommt der Wind unangenehm von rechts oder links, dass man Mühe hat, sich noch gerade am Rad zu halten, nützt einem der Windschatten des Vordermannes nichts. Deshalb fährt man je nach Windrichtung gestaffelt seitlich hintereinander, d. h. man fährt mit dem Vorderrad auf Höhe des Tretlagers des Vordermannes, um Schutz vor dem Seitenwind zu bekommen. (zB wenn der Wind von rechts kommt, fährt man links auf Höhe des Tretlagers des Vordermannes, und nach der Führungsarbeit schwenkt man auf die rechte Seite aus, lässt sich zurückfallen und reiht sich wieder auf der linken Seite ein.

Die einzelnen Schritte:


Schritt 1:
Der Wind kommt von rechts. Der rote Fahrer führt die Gruppe an.
Windkante 1 


Schritt 2:
Der rote Fahrer schwenkt auf die rechte Seite und lässt sich zurückfallen

Windkante 2
 
Schritt 3:
Der Fahrer hat sich bis an die letzte Position zurückfallen lassen und macht sich bereit, sich wieder einzureihen.

Windkante 3
 

Schritt 4:
Der rote Fahrer hat sich auf Höhe des Tretlagers des Vordermannes wieder eingereiht und genießt bereits wieder den Windschatten.

Windkante 4


 

 

Bei größeren Gruppen ist es notwendig in mehrere Staffeln versetzt hintereinander zu fahren, da die breite der Spur sonst nicht ausreichen würde. Hier muss natürliche in jeder Staffel einer „im Wind fahren“  

Das Fahren in der seitlichen Windstaffel (auch Windkante genannt) ist technisch anspruchsvoll und sollte regelmäßig im Training geübt werden.