RTF "Teuto-Tour" und Belmer Radmarathon | Samstag 07.05.2011 PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 13. Mai 2011 um 08:49 Uhr

 

An diesem Tag kamen alle Sportler der RSG voll auf Ihre Kosten. Jeder auf seine eigene Art und Weise. Lesen Sie im folgenden Beitrag, wie es den unterschiedlichen Teilnehmern auf den 75/115/153 bzw. 203 Kilometer langen Strecken, quer durch das Wiehengebirge und den Teutoburger Wald, persöhnlich ergangen ist.

RTF_Teuto-Tour_und_Belmer_Radmarathon_07.05.2011

 

 

„Alles in allem ist der Tag der RTF Teuto-Tour für mich genauso verlaufen, wie ich es mir gewünscht und vorgestellt habe: Einfach mal nicht vorrangig auf den Vordermann, die Straße und den Tacho schauen, sondern vielmehr die Natur und das Radfahren an sich mit allen Sinnen genießen." Philippe

„Ich habe mich riesig gefreut, dass mit Philippe, den beiden Michaels und zeitweise Norbert und Nicole (bis zur 115er Teilung) ein paar RSGler mit mir die etwas kürzere 75 Kilometer-Tour gefahren sind. Zum Glück haben sie am Berg Rücksicht genommen- Das war perfekte Hilfe und Motivation, die Strecke durchzuhalten. Ich glaube, sonst hätte ich die Tour nie geschafft.  An dieser Stelle noch ein großes Lob an den Veranstalter für die Organisation. Dass das Wetter dann auch noch so perfekt war, hat die ganze Sache absolut rund gemacht.“ Susanne

„Nach 50 Kilometern, an der für uns letzten Kontrollstelle fiel mir auf, dass ich das bisherige Tempo nicht weiter fahren kann. Nicht, weil ich vom Rad gefallen wäre, sondern weil mir auffiel, dass ich mich mit der Uhrzeit etwas verkalkuliert hatte. Bis dahin war´s wirklich nett: Viel Zeit und Luft zum Quatschen, zum In-die-Gegend-schauen, zum Riechen (Rapsfelder) - und um festzustellen, dass Grundlage trainieren tatsächlich funktioniert, wenn man einfach mal langsamer fährt als sonst. So richtig klasse halt. Bis mir dämmerte, dass ich bei weiterem Genussradeln den Rest des Tages wohl nicht mehr werde genießen können. Also habe ich schweren Herzens Tschüss gesagt zum Rest der Soul-Biker und bin mit Schmackes - jedenfalls für meine Verhältnisse - durch den Teuto gefegt. Nur um kurz danach von hinten aufgerollt zu werden. Und nicht nur aufgerollt, sondern gleich als Zugpferd eingespannt. Andre und Jens hatten es eilig - so eilig, dass sie den zufällig vor ihnen  auftauchenden Vereinskollegen als strategisch günstig platziert einstuften und für ihr höheres Ziel einspannten. Und so flogen die letzten Kilometer dahin, der Puls hämmerte wie immer, und ich war trotz reichlicher Grundlagenkilometer hinterher wieder einmal völlig k.o. - aber mit breitestem Grinsen im Gesicht. Und das ist dann ja auch so richtig klasse. Unterm Strich: Schöne Veranstaltung, schöne Strecke und schön warm - mehr geht eigentlich nicht.“  Michael S.

„Ich bin mit Jens die 150 Kilometer Runde gefahren. Dabei  hatten wir unterschiedliche „ups“ und „downs“. Doch zum Glück haben wir immer gut aufeinander aufgepasst. Jens hatte einen kleine Einbruch nach ca. 50 Kilometern, ich nach etwa  nach 90 Kilometern, unmittelbar nach einer wilden Hatz durch die Berge, bei der ich in der Speed-Gruppe überwiegend ziemlich weit vorne gefahren bin.  Als es in Richtung Ziel ging, waren wir kräftemäßig wieder in etwa auf einem Level und konnten mit einer Gruppe gemeinsam das Ziel erreichen. Am Ende haben wir die 150 Kilometer unter 5 Stunden Fahrzeit geschafft, also recht zügig und oft am Anschlag. Insgesamt fand ich die Veranstaltung sehr gelungen. Besonders nett war es, bei den Verpflegungspunkten auch andere RSGler zu treffen, die kürzere Strecken fuhren. So konnten Jens und ich z.B. ein Zwischenstück mit Michaes S. fahren, der auf der 75 Kilometer unterwegs war." André H.


"Der Titel dieses Beitrag könnte auch heißen: „Mein Kampf: Gegen mich selbst und den Marathon."

Die Daten: 232 Kilometer inkl. mit An-und Abreise - 1700 Höhenmeter - 26° - und jede Menge Wind und schönes Wetter - und die Jungs an meiner Seite! Ein Rückblick: 07. Mai 2011,  7:40 Treffen in der Wüste, d.h. wieder früh aufstehen - aber die RRG  Osnabrück hat wieder einmal zum bekannten Radmarathon im Osnabrücker Land gerufen - nur 4 Wochen Training in den Beinen - Marathon hab ich das nicht schon so oft gemacht? Also los, - Wetter geil - Strecke super. Bis zur ersten Verpflegung hab ich mich noch ein bisschen zurückgehalten. Aber nun: Kette rechts - schalten für die paar Hügel ? - Ich ? nein - will doch in die Rhoen (Anm. der Redaktion: RhoenMarathon in Bimbach am 11.12.6.) , da brauch ich das kleine Kettenblatt doch nicht - ich nicht! - 38 - 40km/h - 42 immer schneller- die Jungs hinterher - scheinbar Mühelos. Verpflegung weiter - Defekt - RSG stop - Björni mit Gummihandschuhen 40Minuten  Beschäftigung. Wieder aufs Rad. Die anderen Gruppen werden wir schon kriegen - Kette rechts - der Wind egal - hab ich das nicht schon tausendmal gemacht -jaja tausendmal  falsch!? Aber dann, Kilometer 100 oder 110 ! Was ist das? Der linke Oberschenkel macht zu - ein Krampf - oh bei mir? Jetzt ??? Was soll ich tun: Vom Rad fallen? Raus drücken - nur den Muskel nicht kaputt machen ,,ohje ich sterbe - sofrüh – ich denke mir: das wird heute nichts! Egal weiter – kurze Zeit später - Krampf rechts - es geht Berg auf Richtung Hilter / Borgloh. Ich rette mich irgendwie Richtung Verpflegung: Magnesium /  Tortelini / Cola / Süßkram - und weiter ... Ein schleichender Plattfuß am Hinterad - ich könnte k**** - ich höre auf - mein Körper sagt was machst du mit mir - ich zwinge Ihn weiter zu treten – weshalb tu ich das eigentlich? Wegen des Wetters oder wegen der Landschaft? Quatsch - weil ich es jetzt will!!! – Ich fahre also mein Tempo. Verpflegung - die Essener Berge vor der Brust .  Ich leide nun seit ca.  50-70km vor mich hin. Verbleibende Streck bis zum Ziel: noch 35-40km. Wie komme ich nur über diesen verfluchten Oldendorfer Berg, das frag‘ ich mich schon seit 3 Stunden... Ich drücke mir ein Gel. Die Lösung - und schon läuft es wieder! Wieder vorne rein, Kette rechts. - Belm fest im Visier - aber dann fragt mich nach 7 Stunden Fahrzeit, kurz vor Lüstringen jemand:  „Tut dir eigentlich auch so der Fuß weh - der Fuß ?“  Ich fang an meinen Körper zu hinterfragen Die Antwort: – AAAA…. mir tut alles weh! Da sind sie auch schon wieder, die Krämpfe.  Ich bin im Eimer – hab‘ wohl heut am meisten gelitten - am meisten falsch gemacht ... und werde es wohl wieder tun!? Das Ortsschild Belm - ich will sprinten aber ich komme nicht mal mehr aus dem Sattel, egal- eine Siegerwurst mit den Jungs und vorbei. Wir haben es alle geschafft - ohne Sturz und alle wohl auf. Jedoch nur ein Blick in die Gesichter der anderen Jungs versichert mir: Sie sind genauso im Eimer. Geil!

Resümee: Ich habe meinem Körper, aus dem man gut zwei machen könnte, wieder  einmal gezeigt, was er wirklich kann. Mein Wille hat wieder einmal gesiegt. Bin ich nicht bekloppt? Sind wir nicht alle bekloppt? Und wir werden es wieder machen! nur dann natürlich ganz anders ! Danke Jungs und vor allem der RRG Osnabrück für das tolle Event. Mir geht‘s schon wieder prima und ich komme wieder…" Andy

 


Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 15. Mai 2011 um 04:53 Uhr
 

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